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Der Rembetiko entwickelte sich ursprünglich in den städtischen Zentren Griechenlands, vor allem in Athen u. Piräus, unter den Einwanderern u. in der Künstlerszene. Die Texte handeln von Armut, Drogenabhängigkeit u. gesellschaftlicher Ausgrenzung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte der Rembetiko zur beliebtesten Musikrichtung in den Städten u. wurde in den Bars u. Cafes in ganz Griechenland gespielt. In den 50 -er Jahren lebte die Musik von neuem auf. In dieser Zeit entstanden erstmals auch Werke zeitgenossischer Komponisten im Stil des Rembetiko. Die traditionelle türkische Kleinhalslaute - Baglama wurde als charakteristisches Instrument des Rembetiko von der Bouzouki ( ein Zupfinstrument ), abgelost. Auvidis.
http://www.youtube.com/watch?v=thVzGTL0VzY&feature=related
Pente Ellines ston Adi (fuenf Griechen in der hoelle q;q;q)
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Bohnensuppe im Sommer - mit Rindfleisch u. Zwiebeln in goldener Boullion - u. vor allem schon heiß----! Doch der Traum deutscher Hausfrauen bekommt bei Außentemperaturen um 39 C im Schatten eher alptraumhafte Züge. Das heißt jedoch nicht, daß die Griechen auf ihre heiß geliebte Fassolada oder Fassolakia verzichten, sie wird halt nur beinahe kalt - wie fast alles- gegessen. Und genau diese lauwarme bis kalte griech. Küche ist es, die Griechenland - Ersturlauber zur Verzweifelung bringt. Gelingt es ihnen doch selten, den Tavernenwirten begreiflich zu machen, daß in Ol schwimmendes Gemßse, fritierte Kästetaschen oder Kalamares nur heiß zu genießen seinen, wo jede selbst doch von frühester Kindheit gelernt haben, daß kein Mensch brandheißes Essen verträgt, daß man vielmehr geduldig warten muß, bis die Pommes - Patates - gebührend abgekühlt sind, während die gefüllten Tomaten eiskalt aus dem Kühlschrank durchaus bekommlich gelten!!! So hat es der verstörte Tourist, der in den eiskalten Nudeln seinen Jouvetsis rum stochert ( ich mußte damals unsere deutschen Hochzeitsgäste beobachten, wie diese die lecker gewürzt- u. gegrillten Lämmchen mit lauwarmen handgeschälten Pommes nur anstandshalber " runterwürgten " u. ich konnte das fast nicht mehr verstehen, obwohl ich selbst mein erstes Moussaka in Griechenland - aufgrund meines damaligen " europäischen " - Empfindens- auch vermutlich nur anstandshalber kalt gegessen habe. Heute esse ich nicht nur die Bohnen, sondern auch Moussaka kalt!!! ); also keineswegs mit Gleichgültigkeit, Unkenntnis oder mangelndem Service zu tun, sondern mit einer landesspezifischen Gewohnheit, die Klima bedingt auf jahrhunderte alter Erfahrung beruht u. gewiss sogar ihre Wurzeln in der Antike hat. Oder sollte etwa Hippokrates nicht gewußt haben, daß man die Eingeweide in der Sommerhitze nicht durch kochende Speisen belasten darf_Zum Trost wisse der Urlauber, dass er mit seinen Bohnen in lauwarmer Tomatensosse im Unterschied zum brutzelnden Kotelett, ein typisches Landesgericht verzehrt. Vielleicht aber sind die abgekühlten Speisen einen heimliche Erfindung der Hausfrauen, die den größten Nutzen aus dieser Landessitte haben. Können sie doch die Mahlzeiten zubereiten, wann immer sie wollen, ohne sie dann wieder aufwärmen zu müssen. Und welche Weisheit bezüglich der Harmonie ehelicher Tischgemeinschaften, denn in Griechenland bekommt kaum ein Mann geschimpft, weil er zu spät kommend, das Essen kalt hat werden lassen. Werden Gäste erwartet, so gibt es weder Aufregung, noch Hektik u. die Gastgeberin hat in aller Ruhe Zeit, sich fein zu machen. Doch neuerdings hat sich das Bild in den meisten griech. Lokalen doch gewandelt. Man hat sich gastronomisch den internationalen Anspruchen genähert u. sieht nun zufriedene Touristen gemütlich kauen, während Einheimische jedem Bissen verzweifelt kaltes Tafelwasser hinterher schütten.
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Mit wenigen Ausnahmen sind die Leute im Dorf christlich orthodoxen Glaubens. Jung u. Alt besuchen die traditionellen Kirchenfeiern, die oft mit schonen Veranstaltungen auf dem Marktplatz enden. Eine gro?e Bedeutung haben Namenstage der Heiligen, so haben nicht nur Dorfer u. Stadte, Schulen..., die meisten Leute einen Namensheilige/n u. die entsprechenden Tage werden dann gefeiert. Geburtstagen wird wenig Beachtung geschenkt, meist nur bei den Kindern, wenn uberhaupt. Ich mochte Ihnen hier nur die wichtigsten Festtage u. deren Bedeutung nennen: (Viele der folgenden Informationen sind teilweise der Athener Zeitung von ' 96 bis ' 98 entnommen !!!)
• 6 Dezember Ag. Nikolaos: Der Schutzheilige der Seeleute, Fischer u. Schiffahrt, aller Meere u. Gewasser. Er soll durch beten den Untergang des Schiffes, auf dem er einst reiste, verhindert haben ( selbstverstandlich gibt es noch andere Legenden ). Die Seeleute bitten ihn um ruhige See. In Volos feiern an diesem Tag die Fischer...., Marine '' ihren Heiligen '' ( ich glaube, es sind dann sogar die Geschafte geschlossen ). Namenstag feiern Nikos, Nikolaos, Niki .... ! Fur die Kinder gibt es an diesem Tag jedoch keine Geschenke u. der allbekannte Nikolaus, im roten Gewand u. wei?em Bart, ist bei uns in Griechenland unter dem Namen Agios Vassilis bekannt, der am 1. Jan. die Kinder beschenkt.
•Weihnachten - Sylvester: Sylvester u. der Neujahrsfeiertag am 1. 1. Ag. Vassilios: Allen die Vassilis, Billis, Vassiliki, Valia, Vassia, Vasso ..... heißen, sollte man am 1. 1. ( proti chronia ) begluckwunschen. Vassilios d. Gro?e zahlte zusammen mit seinen Brudern zu den 3 gro?en Kirchenvatern u. wirkte um 350 n. Chr. Der Legende nach soll dieser Bischof einst einen grausamen Herrscher der Stadt Caesarea veranla?t haben, die Wertsachen die er den Einwohnern abgenommen hatte, zuruckzugeben. Da er nicht die rechtma?igen Besitzer der verschiedenen Sachen kannte, lie? er die Munzen u. Wertsachen in Brote einbacken u. an die Bevolkerung verteilen. So wurde Ag. Vassilios der Gabenbringer der Kinder, den sie in der Sylvesternacht erwarten. Au?erdem wird am 1. Jan. die '' Vassilopitta '' angeschnitten, in die die Hausfrau eine Munze eingebacken hat. Wer diese findet, ist der Gluckspilz des Jahres.
• Ta Agia Theophania '' - Gotteserscheinung und 7.Jannuar: 6. Jan. '' Ta Agia Theophania '' - Gotteserscheinung o. '' Fotismos '' - Erleuchtung: Die AZ schreibt, daß nach Verlegung d. Weihnachtsfestes durch die rom. Kirche auf den 25. Dez. in der Ostkirche, der 6. Jan. als Erscheinungsfest der Taufe Christi ( anlaßl.. derer sich die Dreifaltigkeit offenbart hat ) erhalten blieb. An diesem Tag ist vor allem in Kusten- u. Hafenorten, so auch in Pigadion eine kirchl. Andacht, wobei nach 3 - maligem Eintauchen eines angebundenen Kreuzes freiwillige Taucher es in einer Art '' um die Wette tauchen '' wieder herausholen. 7. Jan. ist kein offizieller Feiertag, nur Johannes dem Taufer gewidmet und alle die Ioannis, bzw. Jannis, Ioanna o. Janna.... hei?en, haben Namenstag. ( Die gro?e Haufigkeit dieser Namen lasst sich meist dadurch erklaren, da? vor allem erstgeborene Kinder den Namen der Gro?eltern erhalten. Die Jungs werden nach dem Opa, die Madchen nach der Oma benannt.
•25. 3. - Nationalfeiertag: Es wird jedes Jahr die Befreiung ( 1821 ) von der 400- jahrigen turkischen Herrschaft im ganzen Land gefeiert! Auf jeder '' Platia '' finden Veranstaltungen, in Form von Paraden in Trachten, den Nationalfarben blau/wei?, Kranzniederlegungen, Lesungen, Tanzen ...., statt.
•Triodio, die 3 wochig. Karnevalszeit; Apokries - u. der Beginn der Fastenzeit - Sarakosti: Mit Tsiknopempti ( ab Donnerstag werden eigentlich erst so richtig die letzten Karnevalstage in den Dorfern mit Veranstaltungen in Schulen, Vereinen... gefeiert ) starten die letzten Karnevalstage. An diesem verlangerten Wochenende treffen sich Familien u. Freunde wieder. Die Karnevalszeit endet schie?lich mit dem Kathara Deftera - ( ahnl. Rosenmontag ), ein offizieller Feiertag, ist gleichzeitig der Beginn der 40 - tagigen Fastenzeit vor Ostern. Man trifft sich zum Picknick u. Drachensteigen, auf Bergen u. Hugeln, mit Musik u. Tanz u. den speziell vorbereiteten Fastenspeisen, wie Kalamaren, Oktapus, Soupies, Muscheln, Garnelen, Fischrogensalat, Gemusen.... u. Oliven u. dem nur fur diesen Tag gebackenen Fladenbrot, der Lagana. Naturlich fehlt' s auch nicht an Hauswein, ....( Fasching fand in diesem Jahr wie alle darauffolgende Feste d. griech.- orthod. Kirche, 1 Woche spater statt, als bei Ihnen zuhause! Die '' megali evdomada ''- die gro?e Woche, die Karwoche ist die wichtigste Zeit vor dem gro?ten Fest der Orthodoxie - Ostern! DAS GRIECHISCHE OSTERFEST findet in diesem Jahr wie alle kirchl. Feste, zum gleichen Datum wie in anderen westeuropaischen Landern statt ( was relativ selten der Fall ist )u. ist begleitet von alterhergebrachten Brauchen, Traditionen u. Ritualen. In der Karwoche besuchen uberwiegend Frauen u. altere Leute den tagl. Gottesdienst. Sie halten dann gro?tenteils auch die entsprechenden Fastentage oder gar die ganze Zeit ein. D.h. es werden entweder uberhaupt keine tierischen Erzeugnisse oder keine Fleischgerichte gegessen, was auch oft den Fisch ausschlie?t u. Freitag sogar das Olivenol. Aufgrund der Trauerstimmung wird in der Karwoche selten getanzt oder gesungen. Es beginnen die Ostervorbereitungen, indem viele Hauser, Gemauer u. Bordsteine wei? gekalkt werden u. der Osterputz beginnen kann, weil man die Verwandten aus den Gro?stadten u. sogar aus dem Ausland erwartet, um das gro?te Fest des Jahres gemeinsam zu feiern. Am Karmittwoch findet das Sakrament der Alung statt, Grundonnerstag die Liturgie der Kreuzigung u. Lesung der 12 Evangelien.... u. besonders wird der Verstorbenen gedacht, indem Familienangehorige '' Kollva '' ( gekochte Weizenkerne mit Puderzucker u. Rosinen ) an die Graber bringen. Schon am fruhen Morgen des Karfreitags lauten trauervoll die Kirchenglocken, wobei in der Nacht zuvor das Grab Jesu '' EPITAPHIOS '' von den Frauen geschmuckt wurde. Nach den Totengesangen u. Lobpreisungen am Karfreitag wird schlie?lich nachts das geschmuckte Grab durch die Stra?en getragen, die Prozession ist begleitet von vielen gelb farbigen Trauerlichtern. In bestimmten Kirchenorten, oder dort wo sich Kloster befinden, wie z.B. in Xenia ( zw. Sourpi u. Platanos ) finden gro?artige Prozessionen mit der symbolischen Darstellung der Kreuzigung statt. Am Ostersamstag sind schlie?lich alle viel beschaftigt u. in reger Aufruhr, nachdem man ein Zieglein oder Lammchen ( vorzugsweise aus der eigenen oder Nachbarschaftszucht gefunden hat, bereitet man aus den Innereien entweder eine Magiritsa - Suppe, Gardoubes ( Innereienrollchen in grunem Gemuse )...., vor. Das Lamm wird gefullt u. fur den Spie? zum Grillen oder zum Backen vorbereitet. Die Ostereier werden nach altem Brauch meistens rot gefarbt u. unsere Omas u. Tanten machen aus einem Teil der erstandenen Schaf - oder Ziegenmilch Galatopita, einen hausgemachten Blaaterteig mit kostlicher Cremefullung u. vielleicht sogar noch eine Schussel Joghurt. Nach der Mitternachtsmesse trifft man sich auf der Platia, die Kerzen - Lambades werden angezundet u. das Licht weitergegeben, bis alles erleuchtet ist - mit '' chronia polla '' u. '' christos anesti '' u. es wird die Auferstehung gefeiert, die manchmal sogar von einem Feuerwerk begleitet sein kann. Die Osterfeiertage spielen sich hauptsachlich im Bekannten - u. Familienkreis ab, wobei Gaste naturlich nicht ausgeschlossen sind. Man wird wahrend der Feiertage in der Provinz selten eine Taverne oder Lokal geoffnet vorfinden! Cafeterien u. Diskotheken sind aber Ostersamstag ab Mitternacht nicht nur gut besucht, sondern es wird ausgelassen, oft bis in die Morgenstunden lebhaft u. gefeiert, au?er naturlich bei Trauerfallen in der Familie. Ostersonntag werden dann uberall die Lammer oder Zieglein abwechselnd den Spie? drehend, bei Wein u. Musik gegrillt u. das gemeinsame Osterfestessen findet statt, selbst wenn der Lammbraten ( zum Beispiel in trauernden Familien ) vereinzelt vom Backer oder im Ofen zubereitet wird. Danach ist ein Mittagsschlafchen bestimmt angebracht! Ostermontag heisst dann schon fur viele wieder Abschied nehmen, von der Familie, Freunden u. vielen schonen Erinnerungen. Die stressige Heimreise nach Athen, Thessaloniki.... mit hohem Verkehrsaufkommen beginnt wie am Anreisetag, aber man freut sich schon auf das nachste Wiedersehn. Das ist dann meistens am 1. Maifeiertag, - dann Pfingsten ( wieder spater als in Deutschl. , Osterreich... )u. dann beginnt schon der Sommer, die Ferien - u. Urlaubszeit, die sich vor allem in der letzten Juli u. ersten beiden Augustwochen '' ballt '', da die Schulen u. spater die meisten Stadt. Buros .... u. Fabriken in dieser Zeit offiziell geschlossen sind.)
•Die Hoch - u. Abschiedszeit des Sommers ist schließlich der 15. August - Maria Himmelfahrt '' Kimisios tis Theotokou tis Panagias '': ( die Namensheilige der Kirche in Pteleos ) - wohl mit einer der bedeutensten orthodoxen Feiertage ( uber Herkunft, Grunde u. verschiedene Glaubensrichtungen sollte man sich keine weiteren Gedanken machen! Meine personliche Meinung ist, da? nur durch solche Festlichkeiten, die immer lang ersehnte Zusammenkunft von Angehorigen u. Freunden .... zustande kommt! ). Maria, Despina, Panajiota, Panajiotis.... haben dann Namenstag u. oft kann man bei den '' chroni polla '' - Gluckwunschen nicht entscheiden, ob sie als Gratulation fur einen personlichen Namenstag, oder fur die Heilige gedacht sind. ( Ubrigens sollte man auch den nachsten Angehorigen, vor allem den Eltern an einem Namenstag der Kinder oder umgekehrt, die Hand reichen! ) Diese Tage sind sicherlich nicht nur bei uns sehr belebt, aufregend u. manchmal chaotisch, denn es wird vor allem schwierig sein, kurzfristig eine Unterkunft oder einfache Schlafmoglichkeit zu finden. Dann steht den Einheimischen wieder der oft ( fur Ihr Verstandnis vielleicht unvorstellbare ) schmerzliche Abschied bevor u. man wunscht sich braun gebraunt, bei hochsommerlichen Temperaturen - einen '' kalo chimonas '' - einen guten Winter, denn man sieht sich vermutlich erst im nachsten Sommer wieder ! Man mochte eigentlich uberhaupt nicht an den Unterricht in den Schulen, Universitaten, nachzuholenden Unterrichtsstunden, den Trott und an die stickige Luft in Athen oder Thessaloniki....., denken. Aber schon bald werden wir uns in Pigadion oder irgendwo in unserem Dorf wieder treffen, vielleicht ganz zufallig, aber spatestens an Fasching, Ostern oder in den Sommerferien im nachsten Jahr ! ! ! ?
•Der 28. Oktober ist der Oxi - Tag: ein Nationalfeiertag ! 1940 antwortete der Diktator Metaxas mit OXI - NEIN, als Mousselini mit seinen Truppen in Griechenland einmarschieren wollte! Auch an diesem Tag finden im ganzen Land Paraden u. Veranstaltungen, sowie Kranzniederlegungen fur die Gefallenen statt !!
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: Wer „ dekapente“ mit fuenfzehn uebersetzt , liegt zunaechst voellig richtig. „ Dekapente meres aber muss der Genauigkeit wegen unbedingt mit „vierzehn Tage“ uebersetzt werden, auch wenn von heute an der 15. Tag gemeint ist. Ein Freund von mir hat neulich seiner Frau ein grosses Geburtstagsgeschenk zu ihrem 60. Geburtstag gemacht, obwohl sie nach griechischer Rechnung erst 59 Jahre alt wurde. Den hat das „ mpaino sta exinta“ verwirrt. Im restlichen Europa zaehlt man naemlich die Geburtstage und nicht die Jahre, und wer dort seinen 60. Geburtstag feiert, hat noch ein ganzes Jahr uebrig, bis er wirklich so alt ist, meinen die Griechen. Vorgestern beschreibt im Deutschen genau den Tag vor dem gestrigen. Das griechische „ pfochthes “ dagegen reicht viel weiter zurueck, so wie das „ methavrio “ weit in die Zukunft hineinreicht und keines wegs dem deutsch „Uebermorgen“ entspricht. Wenn Sie sich da mal getaeuscht haben, dann lag das nicht an den unzuverlaessigen Griechen, sondern an Ihren unzuverlaessigen Griechischkenntnissen.
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Der berühmte Ouzo wird in Griechenland als Aperitif getrunken, wobei man Vorort den Tsipuro ( ein aus Traubentrester gewonnener Schnaps, in unserer Gegend mit Aniszusatz ) , bevorzugt. Üblich bei uns ist, daß zu jedem Schnäpschen ein kleines Meze serviert wird. Die Mezedes sind sehr ausgewählt u. vielfaltig, aber auch recht ölhaltig zur besseren Verdauumg des Alkohols. Eine entsprechende Mezedesauswahl ist selbstverständlich von Taverne zu Taverne verschieden. In einer Ouzerie oder Tsipouradiko können jedoch 30 - 40 unterschiedliche Mezedes angeboten werden. Gerade in netter Gesellschaft - Parea macht das Trinken u. vor allem Probieren der vielen Leckereien bei Geplauder u. Musik.... großen Spaß. Oft wird der Anschein geweckt, daß die Griechen sehr viel u. häufig trinken. Das mag sein, aber bald jedoch wird Ihnen auffallen, daß man überwiegend mit Parea u. immer mit kleinen Beilgagen nicht nur seinen Tsipuro trinkt. Man trinkt langsam, erzählt, ganz gemütlich u. unterhaltsam. Bestimmt werden Sie auch bald merken, daß allegemein alkoholische Getränke, sogar ein Bier u. erst recht ein Wein mit dem entsprechenden Meze , als Unterlage bestellt wird. Man hat hier tatsächlich noch Trinkkultur! Eine sehr nette Geste in den meisten Haushalten ist, daß Gäste immer mit einer kleinen Aufmerksamkeit empfangen werden, einem hausgemachten Likör, Schnäpschen, .... mit Gliko - einer Süßspeise oder einem Gebäck. Man trinkt einen Kaffee zusammen, plaudert...., die Frauen mit der Nachbarin, die Männer meistens in einem Kafenion mit einem Karten- oder Tavlispiel.... und abends trifft man sich schließlich in einer Taverne. Jamas zum Wohle,Kali orexi - guten Appetit, gemeinsam schmeckts ambesten Die Einheimischen gehen meist in Gesellschaft, mit Freunden, Bekannten u. Verwandten essen u. nicht selten vergrößert sich in Kürze die Parea am Essenstisch. Man bestellt gemeinsam u. das Essen kommt nacheinander mit Brot serviert, in die Mitte des Tisches, wo sich schließlich jeder bedient. Zuvor trinkt man gerne einen Tsipouro oder Ouzo mit ein paar Oliven oder eingelegten Fischchen als Aperitif, das Schlemmen macht Appetit u. es lässt sich gemütlich auf das Essen warten, das meist einzeln serviert wird, sobald es fertig ist. Man hat nicht gerne, wenn leere Teller vor dem Bezahlen abgeräumt werden, das stört die Geselligkeit. Man sitzt gerne lange, isst ausgiebig, aber gemütlich. Bei der Bezahlung kommt die Rechnung des ganzen Tisches auf einen Zettel, es wird gemeinsam bezahlt, was fur ausländische Touristen recht unverständlich ist. Jeder gibt den Betrag dazu, den er meint, verspeist zu haben u. nicht selten gibt es sogar kleine Streitereien, wer bezahlen darf! Am Mittag geht' s anschließend zum Mittagsschlaft, am Nachmittag zum Kaffeetrinken, am Abend zum Bummel, in Tavernen Bars oder Cafeterien, Disco oder man beendet einen schön angefangenen Abend in der Taverne. Dabei werden die Kinder nie ausgeschlossen, sie haben in den heißen Sommermonaten keine festen Bettzeiten, sie dürfen bis spät am Abend mit, dürfen in den Tavernen u. in kleinen Orten auf den Straßen spielen u. sich genauso vergnügen wie die Erwachsenen. Der Umgang mit den Kindern hier ist ganz anders als in anderen europäischen Ländern, die Kinder haben ebenfalls ihre Rechte u. werden nicht ausgeschlossen . Die griechischen Kinder freuen sich immer, wenn sie Gesellschaft haben u. animieren ganz schnell auch ausländische Kinder, an deren Spielen teil zu nehmen
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In bi- nationalen Familen besteht haeufig Verunsicherung, wenn es um die Frage der fruehen zweisprachigigen Erziehung der Kinder geht. Immer noch raten vereinzelt Kinderaerzte und Erzieher zur einsprachigen Erziehung in den ersten 4-5 Lebensjahren des Kindes. Die moderne Hirnforschung erbringt jetzt allerdings den Beweis, dass das fruehzeitige Erlernen der Zweitsprache insgesamt positive Wirkungen hat. Menschen, die 2-sprachig aufwachsen , haben im Sprachzentrum des Gehirns eine groessere Dichte von Nervengewebe. . Wie britische Forscher herausfanden, ist die Struktur der grauen Masse ( der Gehirnstruktur ) umso staerker, veraendert, je frueher mit dem Erlernen der zweiten Sprache begonnen wurde. Britische Forscher vom Wellcome Department of Imaging Neuroscience in London hatten mit einem Magnetresonnanz- Scann die Gehirne von Zwei – sprachigen Probanden mit Ein – sprachigen verglichen. Die 2 sprachigen Probanden besassen durchweg eine dichtere graue Gehirnssubstanz in einem Gehirmbereich, der fuer das fluessige Sprechen zustaendig ist. Der Unterschied ist umso groesser, je frueher die Untersuchten mit dem Erlernen der zweiten Sprache angefangen hatten. Zudem nahm die Dichte der grauen Hirnzellen in dieser Gehirnregion umso staerker zu, je besser die Probanden die zweite Sprache beherrschten. ( Nachrichten aus einem bayrischen Rundfung 2004 ) Noch was, das waren Forscher vom Max Plank Institut, fuer Kognitions und Neurowissenschaften in Leipzig.
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